das kleine Fotolabor

Film aus der Dose fingern, auf eine Spule ziehen und das alles in vollkommener Dunkelheit. Das Projekt, das ich mir aktuell auf die Fahne geschrieben habe, hält so einige Stolpersteine und Tücken für mich bereit. Denn mit der kleinen Geschicklichkeitsübung fingen bei mir die Probleme erst an. Aber so ist das wohl, wenn man nicht weiss, was man tut. So bedurfte es allein dreier Filme, um überhaupt zu irgendeinem Ergebnis zu gelangen. Ich glaube, bisher habe ich so jeden Fehler gemacht, den man machen kann.  Aber – ich habe auch jeden nur einmal gemacht. Zum Beispiel muss der Raum für die Fingerübung VOLLKOMMEN dunkel sein. ERST die Chemie mit Entwickler(!), DANN der Fixierer (!). Wer Flaschenetiketten lesen kann, ist klar im Vorteil. Es gibt ENTWICKLUNGSZEITEN ABHÄNGIG von Film und gewählter Chemie, an die man sich penibel halten sollte. Man sollte den Film ganz in RUHE trocknen lassen bevor man ihn aufgeregt und ungeduldig in den BILLIGEN MEDIA MARKT Scanner schiebt. Naja… Hat mir eben keiner gesagt. Jetzt habe ich es selber rausgefunden. Ich glaube aber, es wird noch vieler Filme bedürfen, bis ich an zufriedenstellende Ergebnisse komme. Bis dahin werde ich mich an charmanten Negativen erfreuen, die eher an einen Dachbodenfund erinnern. Dennoch bin ich bisschen stolz auf meine ersten Bilder. Punkt. Alles Kodak TRI-X mit Nikon F80 und dem Starterset von einem kleinen, aber feinen Laden hier in Berlin.